Stadtbahnlinie S2

Neue Chance für die S2?

Die für die Frage der Finanzierung entscheidende „Standardisierte Bewertung“ wurde aktuell durch den Bund neu geregelt. Details für die erweiterten Kriterien sind noch nicht bekannt, vermutlich werden aber Klima- und Umweltschutzziele oder Aspekte der Daseinsvorsorge ein höheres Gewicht bekommen.

Eine solche Anpassung macht unseres Erachtens sehr viel Sinn und es lohnt sich, hier weiter dran zu bleiben. Gleichwohl rechnen wir nicht mit schnellen Ergebnissen, da das Thema ganz am Anfang steht und vermutlich sehr viele politische Diskussionen und Meinungsbildungen auf Bundes- wie Landesebene erfordern dürfte bei gleichzeitig vielen kommunalen Anspruchstellern und zunehmend angespannteren Haushaltslagen.

Das sagt unser Bgm. Sven Weigt: „Positiv ist allerdings, dass die Fördermittel für das GVFG (Gemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz), der Topf, aus dem ein Stadtbahnanschluss gefördert wird, deutlich erhöht und der Förderkatalog erweitert wurde“, erläuterte Weigt. So sei damit zu rechnen, dass etwa Klima- und Umweltschutzziele oder Aspekte der Daseinsvorsorge für die grundsätzliche Frage einer Förderfähigkeit höheres Gewicht bekämen. Das könnte einer avisierten Verlängerung der S 2 von Stutensee-Spöck in die Karten spielen.

Lesen Sie hier den kompletten Artikel der Gemeindeverwaltung

Sie erinnern sich? Die Verlängerung der Stadtbahn S2 von Spöck über Neuthard und Karlsdorf nach Bruchsal wurde 2012 im Rahmen einer umfassenden Machbarkeitsstudie nach einer standardisierten Kosten-Nutzen-Untersuchung als „nicht rentabel“ eingestuft. Mit diesem Ergebnis war klar, dass es seitens Bund und Land keinerlei Förderungen geben wird. Und bei Kosten von damals geschätzten 260 Mio.€ (inkl. der Weiterführung bis nach Waghäusel) war ebenfalls klar, dass ein solches Vorhaben vom Landkreis und den Kommunen alleine nicht gestemmt werden könnte.

Was passiert aktuell? Zwischenzeitlich gibt es auf Landes- und Bundesebene Bestrebungen, dieses für alle Nahverkehrsprojekte standardisierte Verfahren zu überarbeiten und um weitere Kriterien, wie z.B. Umweltaspekte, zu erweitern. Unter Berücksichtigung solcher weiteren Kriterien besteht Hoffnung, dass das Ergebnis einer erneuten Studie positiv ausfallen könnte. Der Verwaltungsausschuss des Kreistages hat sich deshalb in seiner jüngsten Sitzung am 24. Oktober 2019 u.a. damit beschäftigt und unterstützt den Vorstoß des Landrates, der mit einem Schreiben an das Verkehrsministerium neben der Frage „Reaktivierung still gelegter Strecken“ auch die Weiterführung der S2 Linie adressierte. Er betonten das Interesse des Landkreises, bei einer Änderung des Bewertungsverfahrens eine erneute Studie in Auftrag geben zu wollen.

Unsere Einschätzung: Die Änderung des Bewertungsverfahrens liegt in der Hand von Bund und Länder, eine Anpassung desselben würde aus unserer Sicht sehr viel Sinn machen. Gleichwohl rechnen wir nicht mit schnellen Ergebnissen, da das Thema ganz am Anfang steht und vermutlich sehr viele politische Diskussionen und Meinungsbildungen auf Bundes- wie Landesebene erfordern dürfte.

Kreistag - Verwaltungsausschuss Sitzung vom 24. Oktober 2019
3051_1051_1 Sitzungsvorlage.PDF
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Schreiben Landrat an Verkehrsministerium BW vom 1. Oktober 2019
3051_1055_1 Schreiben an Verkehrsministe[...]
PDF Datei [2.1 MB]

2019: Neue Diskussionen

In den BNN gab es im Frühjahr diverse Artikel rund um das Thema "Alte Gleise wieder nutzen" und Stadtbahnanbindung von Karlsdorf-Neuthard. Beim Thema Mobilität und ÖPNV ist vieles im Fluss, vielleicht ergibt sich eine neue Chance für die Weiterführung der Stadtbahnlinie S2 von Spöck über Neuthard und Karlsdorf nach Bruchsal.

BNN vom 23. Mai 2019 - Schreiben Karlsdorf-Neuthard an Landrat
BNN 2019-05-23 Schreiben KN an Landrat.p[...]
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BNN vom 14. April 2019 - Alte Gleise nutzen
BNN 2019-04-14 Alte Gleise nutzen.pdf
PDF-Dokument [1'018.2 KB]

2012: "Wirtschaftlich unrentabel!"

Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie zur Weiterführung der Stadtbahnlinie S2 von Spöck nach Bruchsal und weiter nach Waghäusel ist ernüchternd: "Wirtschaftlich unrentabel". Auch wenn nach der Studie ca. 4.200 Personen die neue Strecke täglich nutzen würden, lohnt sich die Investition von insg. 260 Mio.€ nicht. Zu diesem Ergebnis kam das standardisierte Verfahren, welches beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs bundesweit zum Einsatz kommt und auf Basis dessen entschieden wird, ob Bund und Land sich an den Kosten maßgeblich beteiligen. Damit ist das S-Bahn Projekt leider vom Tisch, die Zukunft wird zeigen, ob es einen 2. Versuch geben wird.

BNN vom 4. April 2012 - Erweiterung S2 wirtschaftlich unrentabel!
2012-04-04 Erweiterung S2 Bahnlinie nich[...]
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